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„Ein Jahr Multi-Channel, hat 0 funktioniert“: warum Mehrkanal ohne Telefon nicht trägt

98,8 % unserer Termine entstehen im Cold Call. In 124 Marktgesprächen nennen nur 7 Firmen LinkedIn und 4 Firmen Mailings als Kanal, über den bei ihnen wirklich Termine zustande kommen.

Akquise Werk · Levi Eichmann Veröffentlicht am 26.08.2026 Lesezeit ca. 6 Minuten
98,8 % der Termine aus dem Cold Call

Der Satz, der alles auslöst

Es gibt Sätze, die man sich nicht ausdenken kann. Dieser stammt von einem Geschäftsführer aus der Elektronik- und Steuerungstechnik über den Vertriebler, den er ein Jahr lang beschäftigt hat. Ein Jahr Gehalt, ein Jahr Mehrkanal-Sequenzen, ein vierstelliger Umsatz.

Das ist kein Einzelfall, sondern das Muster hinter fast jeder gescheiterten Outbound-Initiative, die uns begegnet: Es wurde viel gesendet und wenig gesprochen.

„Ein Jahr … Vertriebler hat auch Multi Channel gemacht … hat 0 funktioniert, nur 4-stelliger Umsatz durch ihn.“Geschäftsführer, Elektronik- und Steuerungstechnik

Was unsere Zahlen sagen

Dagegen steht unsere eigene Zahl: 98,8 % unserer Termine entstehen aus dem Cold Call. In 124 Marktgesprächen nennen ganze 7 Firmen LinkedIn und 4 Firmen Mailings als Kanal, über den bei ihnen tatsächlich Termine zustande kommen.

Das heißt nicht, dass die anderen Kanäle nichts tun. Es heißt, dass sie den Termin nicht auslösen. Sie bereiten ihn vor, sie bestätigen ihn, sie machen den Namen bekannt. Der Moment, in dem aus Interesse ein Kalendereintrag wird, ist fast immer ein Gespräch.

Die These

Daraus folgt die These, die den ganzen Artikel trägt: Mehrkanal ist kein Ersatz fürs Telefon. Es ist das, was davor Türen öffnet und danach Termine hält. Wer die Reihenfolge umdreht, baut eine Sequenz, die niemand beantwortet.

Der Denkfehler ist verständlich. Eine Mailsequenz lässt sich planen, messen und skalieren, ohne dass jemand Nein sagt. Ein Anruf tut das Gegenteil: Er liefert sofort ein Urteil. Genau deshalb ist er das schnellere Instrument.

Wie die Reihenfolge richtig aussieht

  • Davor: LinkedIn und Recherche liefern Name, Rolle und einen konkreten Aufhänger, bevor angerufen wird.
  • Im Zentrum: Der Anruf verkauft ausschließlich den Termin, nicht das Produkt.
  • Danach: Mail mit Beleg, Kalendereinladung, Erinnerung. Der Kanal hält den Termin, den das Gespräch erzeugt hat.

In dieser Aufstellung ist jeder Kanal für das zuständig, was er wirklich kann. Und die Frage „Welcher Kanal funktioniert?“ verliert ihren Sinn, weil keiner davon allein arbeitet.

Was Sie daraus mitnehmen

Wenn Ihre Outbound-Zahlen nicht stimmen, prüfen Sie nicht zuerst das Mailtemplate. Prüfen Sie, wie viele echte Gespräche pro Woche stattfinden. In den allermeisten Fällen ist das die Zahl, an der es hängt.

Erstgespräch

Diese Zahlen auf Ihre Zielgruppe angewendet?

Im Erstgespräch schauen wir, welcher Kanal bei Ihren Entscheidern tatsächlich trägt und wo Ihre Liste heute Termine kostet.